19.01.2012

“Die Titelseite eines Buches sollte eigentlich zwei Namen tragen..."

Liebe LeserInnen und BesucherInnen,

“Die Titelseite eines Buches sollte eigentlich zwei Namen tragen: den des Autors und den des Lesers, denn beide sind sozusagen die “Urheber“, sagte Alberto Manguel einmal.

Die Genfer Messe für Buch und Presse bemüht sich seit 25 Jahren, zwischen Schriftstellern und Lesern das Treffen zu veranstalten, das den Lauf eines Lebens verändern kann. In der Westschweiz frönt man besonders gern einem Hobby : dem Lesen. Wir erwidern diese Leidenschaft, indem wir einmal im Jahr sämtlichen Akteuren aus der Welt des geschriebenen Wortes - ob Schriftsteller, Verleger, Buchhändler, Bibliothekare, Zeichner, Lehrer, Journalisten, Fotografen, Grafiker, Buchdrucker - die Gelegenheit geben, ihrem Publikum zu begegnen. Ich betrachte sie als “moderne Helden“, und wir setzen alles daran, bei diesem Treffen einmal mehr die Dynamik der Begegnungen, Debatten und Entdeckungen sowie der Neugierde und des Erlebens zu fördern. In jedem Frühjahr, an der Genfer Büchermesse kommt die Lektüre einer Diskussion unter Freunden gleich, die sich bis zum weiteren freundschaftlichen Zusammensein hinzieht.

Der Bereich des geschriebenen Wortes entwickelt sich ständig. Heute schon können Sie es nicht nur gedruckt lesen, sondern auch auf dem Bildschirm Ihres Computers, Ihres E-Book-Lesegeräts oder gar auf Ihrem Smartphone. Dass man die Wahl hat, ist sehr gut, denn auf diese Weise kommen sich Autor und Leser näher. Die Zeitungen, das Kino, die Kunst ebenso wie die Kinder und ihre Eltern brauchen Geschichten, die von der Welt erzählen, in der wir leben.

Der sich ändernde Bereich des geschriebenen Wortes sollte aber nicht wegen eines zu hohen Buchpreises beispielsweise (wieder) nur einer Minderheit zugänglich sein. Deshalb gibt es ja die Genfer Messe für Buch und Presse, die dieses Universum sowohl zugänglich als auch beliebt, attraktiv und einladend macht. Diese 26. Ausgabe lädt uns nämlich ein zu einer Reise, die nicht nur die Fantasie anregt, sondern uns auch in fremde Länder führt, wie beispielsweise nach Marokko, in das diesjährige Ehrengastland. Erwähnenswert sind zudem die Gemälde von Courbet, dem skandalumwitterten französischen Landschaftsmaler, der im Exil lebte; die hochinteressanten Reiseberichte derjenigen, die das “Dach der Welt“ erkundet haben; die Visionen von Jean-Jacques Rousseau; die Illustratoren von “Joie de Lire“ (Freude am Lesen), das sein 25-jähriges Jubiläum feiert; die beliebtesten Schriftsteller und zahlreiche andere Überraschungen, die zur Gestaltung eines literarischen Festes unerlässlich sind.

Hunderte von Ausstellern und Zehntausende von BesucherInnen werden anlässlich der Genfer Messe für Buch und Presse, zwischen dem 25. und 29. April dieses Jahres, den “Frühling der Bücher“ erleben und genießen. Das Organisationsteam und ich selbst freuen uns auf Ihren Besuch!“

 

Isabelle Falconnier, Präsidentin

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